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ATELIERHAUS -ALTE SCHULE- für Kunst-Medien-Kommunikation Aktuell : PERSONEN - PROJEKTE - PERSPEKTIVEN ATELIERHAUS EXTERN   KUNSTSPUR 2010 |
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Die
ehemalige Pestalozzi-Schule,
im Viertel bekannt als 'Alte Schule', wurde in den 80er Jahren von der
Stadt Essen im Zuge der Umsetzung des 'Atelierhaus-Modells' zunächst
dem Bildhauer Herbert Lungwitz für seine Arbeit zur Verfügung gestellt. 1990
lud die Stadt Essen Doris Schöttler-Boll,
die zuvor in Schloß Borbeck als 'artist-in-residence' u.a. das Projekt
UNTER EINEM HIMMEL realisiert hatte, ein, im Atelierhaus Alte
Schule zu leben und zu arbeiten. Wichtig
war der Künstlerin wie der Stadt dabei, daß die Präsenz der Künstlerin
im Atelierhaus nicht nur ihrer Arbeit zugute kommen sollte, sondern
daß auch eine engagierte 'öffentliche' Arbeit möglich und wirklich würde,
mit der Kunst zum Reflexionsgegenstand und Bestandteil des Lebens der
Menschen in Steele (und darüber hinaus) werden könnte.
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Doris Schöttler-Boll hat dieses Konzept in ihrer Praxis
konsequent eingelöst, seit 1999 vor allem - aber nicht nur - durch ihre
inzwischen auch überregional ein Echo findenden Projekte der Reihe PERSONEN
- PROJEKTE - PERSPEKTIVEN, bei denen es immer wieder
um die Kunst im weitesten Sinne, bis hin zur Dichtkunst und zum Film,
und zugleich um Theorie, ästhetische Erfahrung, Philosophie geht. Bemerkenswert
an den Veranstaltungen dieser Reihe ist auch, daß sie ein überaus heterogenes
Publikum finden, das sich immer wieder - mit großer Lebendigkeit und
Offenheit - in die Debatte einmischt. Beachtung findet auch der von ihr initiierte "CLUB GREEN CARD" - ein Projekt, das jungen, sich
mit großer Lebendigkeit artikulierenden Menschen, ja zum Teil bald schon
neue Wege gehenden, jedoch noch unbekannten Künstlern des Reviers eine
Plattform bieten möchte.
Zu nennen ist nicht zuletzt auch das PROJEKT "KLAPPE AUF" - RAUM
FÜR BEWEGTE BILDER. Hier geht es darum, daß man sich (dank DVD und
Video) ausgewählte Filme ansehen, öfter ansehen kann, um das eigene
Sehen zu verifizieren, es zu reflektieren und darüber zu kommunizieren.
Das Projekt wird im Kontext des Instituts für Medienwissenschaften der
Ruhr-Universität Bochum, in Zusammenarbeit mit Wolfgang Beilenhoff,
von Doris Schöttler-Boll realisiert.
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